Montag, 12. Januar 2015

First Bread in 2015 - Werner Danz Stangenweißbrot - ein Brot, das man einfach gern haben muss....

weil es einem ein gutes Gefühl gibt. Eines dieser Brote, die einfach hervorragend schmecken und auch für einen krassen Anfänger gut zu bewältigen sind.
Das Olivenstangenweißbrot, war sein Einstandbrot in diesem neuen Jahr.... für mich war es nicht das erste, aber das erste Brot, dass meinen Erwarten nicht nur entsprach, sondern mir ein richtiges Hochgefühl verpasste.........Jaaaaa, ich kanns noch.....Hurra

Werner ist einer dieser grossartigen Blogger, die einem die Freude und Ehrfurcht für das Produkt auf eine unnachahmliche Weise zu vermitteln verstehen....für die Damen der Zunft, die den Kochlöffel ausschliesslich mit Maggi und Knorr bestreiten..... Chicks!  Hier könnt ihr etwas fürs Leben lernen.
Kochen und Backen!
Tut euch den Gefallen und versucht einfach mal ausserhalb der Fertigfutterabteilung eures Supermarktes Fuss zu fassen, ihr werdet es nicht bereuen! Geschmack, fängt nicht bei einem Louboutin Treter oder einem Christian Audigier Fetzen  oder einem Massenprodukt einer schiefen Nase aus Gras an, sondern bei dem, was den Menschen zum Menschen macht - wenn er/sie selbst kocht und nicht das Aas der Fertigindustrie in sich rein schlinkt.

Kultur beginnt beim Essen ...... Mädels ( und Jungs) !

Meinen Kindern gelüstete nach Schweizer Käsefondue. Wobei das Moitié-Moitié unser absoluter Favorit ist. Selbst gerieben mit einem guten Vacherin, einfach ein Gedicht!
 Fast ein Jahr verbrachten wir in Uzwil, was die Liebe meiner Kinder, insbesondere meines Sohnes zu Land und Kultur , heute auch zu den Schweizerinnen, geprägt hat. Meine Tochter auch, obwohl sie die Schweiz gar nicht kennt. :D   Hierzu brauchte es Weißbrot mit einer schönen Kruste, wie es sonst nur das Schweizer Ruchbrot hat...



 Ruchmehl hatte ich keines...allerdings schoss mir pfeilschnell das Bild von Werners Olivenstangenweißbrot vor das innere Äuglein. DAS WARS.... das wollte ich backen, unbedingt!
Allerdings ohne Oliven, nicht, das  ich Oliven nicht mag. Ich mag sie sehr und habe auch einige Sorten wunderbarer schwarzer Oliven auf Vorrat. Mein jüngstes Kind , legte ein Veto ein. Politikunterricht ist etwas was sie sehr schätzt, und seit sie weiß wie man ein Veto einlegt, macht sie oft Gebrauch davon!
Sie wollte Weißbrot mit Röstzwiebeln. Okay, dachte ich mir das ist machtbar, hatte ich doch vor kurzem erst ein Rezept für selbstgemachte Röstzwiebeln von Werner33 aus dem Brotbackforum gelesen. Und das war ein Rezept das gut umzusetzen war.

Kommen wir zum eigentlichen, kommen wir zum Rezept.

Am Vorabend setzten wir einen Weizensauerteig an, bestehend aus:

200 gr.           Weizenmehl T80 
200 gr.           Wasser , zimmertemperiert
  20 gr.            Weizenvollkornanstellgut

alle drei Zutaten gut vermengen und bei 27 ° C , über Nacht rasten lassen....bei mir schläft er neuerdings in einer Gärbox von Ketex, der um diese Jahreszeit gute Arbeit leistet!

Am nächsten Tag

420 gr.         Weizensauerteig
400 gr.         Manitobamehl 
400 gr.         Dinkelmehl  T 630
100 gr.         Roggenmehl T 1150
100 gr.         Weizenvollkornmehl ( ich hatte kein Dinkelvollkornmehl zur Hand!)
520 gr.         Wasser, zimmertemperiert
  15 gr.         Frischhefe
  12 gr.         Backmalz, enzymaktiv
  23 gr.         Meersalz
  75 gr.         Röstzwiebeln, wer die nicht selbst machen will, was unklug ist , kann die Dänischen
                    Zwiebelchen verwenden.


Im Anschüttwasser die Hefe und den Sauerteig eine harmonische Verbindung eingehen lassen, die gesiebten Mehle hinzufügen, so wie Backmalz und Meersalz.
Der Küchenknecht eurer Wahl, im Zweifelsfall Gatte oder Gattin, Lebens- oder Lebensabschnittsgefährte/in. knetet für 10 Minuten auf niedriger Stufe ( bei mir war das die Stufe 1 der Kenwood) und für weitere 3 bis 5 Minuten auf Stufe 2 ( ihr müsst den Teig im Auge behalten, Dinkel neigt schon mal dazu beleidigt überknetet zu sein - also Obacht!)
Ich teile den Teig in zwei Teile  und füge einem Teil die Röstzwiebel hinzu, der zweite Teig bleibt jungfräulich unberührt. Beide Teige rasten bei 27 Grad im Automat.
Kleiner Tip , wer keinen hat, so einen Automaten  nämlich , kann seine Mikrowelle umfunktionieren.
Das Licht der Mikrowelle leistet hierbei ganz annehmbare Dienste. ACHTUNG, nur die Lampe anmachen, nicht das Gerät mit der Zeituhr starten, das wäre ein fataler Irrtum - gar nicht lecker!

Nach der halben Stunde teile ich ich Teige in vier Ballen und schleife sie stramm rund. Hernach verschnaufen sie für eine weitere halbe Stunde bei 27 Grad.

Nun ist es an der Zeit aus den Kügelchen, hübsche Stangen zu formen und in eine Couche oder in ein gut bemehltes Grubentuch betten .....die ersten beiden finden ihren Weg in Tuch,  in den Gärautomaten, bei .... 27 Grad, die beiden Stangen die übrig waren parken aus Platzgründen in Karl - Jochen, meinem Kühli.



Die Backofen mit Stein habe ich auf 275 Grad vorgeheizt ( handelsüblicher Haushaltsbackofen, ich weiss eigentlich nie genau, ob die Temperaturen das versprechen was drauf steht)
Die nicht Gekühlten verfrachte ich mit einem zarten Plumps auf die Schaufel und schneide tief, wie ein Chirurg alle wesentlichen Hautschichten ein, schön tief. Keine Angst, das Brot wird euch nicht verklagen, es verzichtet auf einen Rechtsverdreher.


Ich schiebe die beiden ersten Brote mit einem Mörderschwaden, also gut 200 ml auf die Lavasteine, ein, reguliere die Temperatur sofort auf 240 Grad und belasse es dort für gut 20 bis 22 Minuten, behaltet es im Auge.

Während die ersten beiden Brote den Weg in den Ofen gefunden haben, rücken nur die beiden gut Gekühlten in den Gärautomaten nach. Same procedure...


Herauskommen sollte dann etwas vergleichbares toll duftendes....





 Das ist ein wunderbares Rezept, Werner!





 Nachbacken lohnt sich!    

                                                                   Bon Appetit!



Kommentare:

  1. Hach, ich werd' ganz rot beim Lesen deiner Lobhudelei.
    Dabei lese ich noch lieber bei dir. Dein Schreibstil ist so erfrischend und fesselnd. Das nennt man eine "geschliffene Wortwahl".

    Ciao Werner

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    1. Ich hatte dir ja bereits "angedroht" das ich das wundervolle Brot nachbacken würde.... und es hat meiner geschundenen Seele richtig gut getan...seit langer Zeit sind mir mal wieder ein paar Brot richtig abgek*****, soll heißen richtig breit gelaufen. UND DAS ist keine Lobhudelei deiner Arbeit, sondern die blanke Wahrheit....

      Es grüßt dich

      Das Mehlkäferchen...

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