Dienstag, 5. September 2017

Schiacciata e shakshuka

Mir hat einfach die Idee gefallen, die klassische Florentiner Variante einer Focaccia gemeinsam mit einer israelischen Frühstücksvariante zu servieren. Die Schiacciata statt des ewig langweiligen Fladenbrotes.

Es passt soooo, soooo gut zueinander. Ars vivendi in Umarmung mit einem jüdisch - orientalischen Gericht das die Lebenfreude, von Tel Aviv und Florenz miteinander verbindet.

So nice......

Schiacciata mit Rosmarin, Meersalz und Schwarzen Oliven



Shakshuka mit Spinat





Und für diejenigen, die diese Kombi genauso lieben wie ich.....

geht das so

Schiacciata 

140 gr.      Wasser
140 gr.      Milch
500 gr.      Weizenmehl Tipo 00 
 20  gr.      Frischhefe
 10  gr.      Salz
90   ml      Olio di Oliva native (aufgeteilt in einmal 60 ml und 30 ml)
40   gr.      Butter ( oder Schweineschmalz, optional...in Florenz, traditionett mit Schweineschmalz) 
  2 Zweige Rosmarin , Schwarze Oliven und grobes Meersalz (optional)


Ihr löst die Hefe im handwarmen Wasser und gebt dann die lauwarme Milch hinzu. 
Mehl mit Salz mischen und hinzufügen. 
Alles in die Küchenmaschine und für gut 10 Minuten kneten, nach 5 Minuten in langsamen Strahl  60 ml Olivenöl einfliessen lassen. Wenn sich ein homogener Teig gebildet hat, das Fett ( Schmalz oder Butter) nach und nach dazugeben und einkneten. Den Backofen auf 250 Grad vorheizen.
Den Teig in eine gut geölte Schüssel geben und für gut 70 bis 80 Minuten, gut abgedeckt rasten lassen. Solange bis sich der Teig deutlich verdoppelt hat.
Der Teig ist weich ohne zu kleben und lässt sich gut mit den Händen ausziehen und auf einem mit Backpapier ausgekleideten Blech in Form bringen.
Man braucht keine Rollholz. 


Nochmals 15 Minuten rasten lassen und nun mit den Finger Vertiefungen drücken und die restlichen 30 ml Olivenöl in die Vertiefungen tropfen. Feingehackten Rosmarin und die Oliven auf dem Teig verteilen. 
Mit einem Schwaden von 200 ml Wasser in den Ofen einschieben, Temperatur auf 200 Grad herunterregulieren. Etwa 20 Minuten ausbacken, den Schwaden nach 10 Minuten entlassen. 



Dazu das klassische israelisch Frühstück

Shakshuka 

2 Esslöffel Olivenöl
4 große San Marzano Tomaten
250 gr.  Cherry Tomaten
1 rote Paprikaschote
2 Knoblauchzehen
1 mittelgroße Zwiebel
1 Dose gehackte Tomaten
2 Esslöffel Tomatenmark
vier getrocknete Tomaten in Öl, fein gehackt
1 Chilischote
ein halber Bund glatte Petersilie
250 gr. frischer Blattspinat
1 Teel Rohrzucker
1 Teel. Meersalz
1 Teel. Schwarzer Pfeffer
1 Teel. Cumin
1/2 Teel. Ras al Hanout
6 große Bio Eier

In eine Pfanne kommt etwas Olivenöl erhitzen, die Tomaten und die Paprika kleinschneiden und im Öl anschwitzen, Zwiebel, Knoblauch und Chili ( mit den Kernen)  fein hacken, hinzufügen und mit schwitzen lassen.
Ein kleines Eckchen freischaufeln um das Tomatenmark anzurösten ( sonst wird es bitter!). Die Dosentomaten in die Pfanne geben und mit einem Teelöffel Zucker abschmecken. Tomaten brauchen Zucker um die Säuren in die Balance zu bringen. Zuletzt, die eingelegten, feingewiegten Tomaten hinzufügen.
Das ganze 15 Minuten auf kleiner Flamme einkochen lassen.
Mit Meersalz, Pfeffer, Cumin und Ras al Hanout würzen. 
Nun Petersilie und Spinat dazu geben und etwas einkochen lassen.
Die Eier nacheinander  in die Pfanne gleiten lassen und mit einem Löffel so rühren das das Eigelb nicht verletzt wird. Ein Deckel aufsetzen und weitere 10 Minuten bei kleiner Flamme stocken lassen. Das Eigelb sollte noch flüssig sein. 




Dann mit der noch warmen Schiacciata servieren. Himmlisch!

Viel Spass beim Nachkochen.

Bon Appetit!




Montag, 4. September 2017

Inside my cheesecake factory - Cheesecake sans cuisson à la crème de marrons - Für einen guten Freund - Happy Birthday, Ingo

Wenn meine Freunde Geburtstag haben, gibt es nur noch Geschenke aus meiner Käsekuchenfabrik.
Warum ist das so?
Ab einem gewissen Alter weiss man nicht mehr genau, was man sich so schenken soll/kann/muss.
Man hat ja so gut wie alles....und da kommt in aller Regel, so ein aufwendig handgedenkeltes Küchlein das etwas aus dem üblichen Einerlei hervorsticht ganz gut.

Ingo und Regina, gehören zu meinen allerbesten Freunden. Der Mann, meiner besten Freundin ist, gewollt oder nicht, ein Teil meiner Familie. Da hat er Pech, aus der Nummer kommt er seit Jahren nicht mehr raus. :D

Ich wollte etwas was schon zur kommenden Jahreszeit passt, aber noch nicht dem Weihnachtsgedöns, das uns in jedem Laden, direkt ins Gesicht schlägt, nahe kommt.
Ist doch krank, wenn man im August - AUGUST, wir hatten Temperaturen um die 33 Grad! - schon Spekulatius und Lebkuchen hinterhergeworfen bekommt. SCHRECKLICH, ist das!

Also gibts für den besten Ingo von Allen - einen Cheesecake mit französisch - korsischer Note.





Für diesen schönen Ingokuchen brauchst du:

Zwei 18 cm Durchmesser Springformen, mit Backpapier verkleidet ( innen, der Boden!)

350  gr. Mc Vities Dgestive Weizenkeks, feinst zerbröselt
150  gr. Süssrahmbutter, geschmolzen


Die wunderbaren English Cookies schön fein zerbröseln, mit der Butter durchtränken und auf die beiden Formen verteilen.







Die fettigen Kekskrümmelchen schön am Rand hochziehen. Sieht irgendwie netter aus. Nun in den Kühlschrank damit, mindestens für eine halbe Stunde:


Für die Creme braucht ihr :

800  gr. Maronenpüree

Das lässt sich ohne große Mühe selbst herstellen.

400 gr. vorgekochte Maronen ( genau, die im Vakuumbeutel)
250 gr. weißer Rohrzucker
200 ml Wasser
100 gr. Butter
    1 Tonkabohne, feinst gerieben

Die Maronen mit Wasser und Zucker kurz aufkochen, die Butter hinzufügen, auf kleinster Flamme schmelzen lassen. Von der Feuerstellen nehmen und den Tonkaabrieb hinzufügen.

Mit dem Pürierstab durchpeitschen und dann durchs Sieb streichen.






Unter das Maronenpüree arbeitet ihr nun behände:

250    gr.     Philadelphia Frischkäse ( oder einen euch genehmen)
250    gr.     Mascarpone
400    gr.     angeschlagenen Süssrahm mit einem Teel. Vanilleextrakt



Unter die abgekühlte Maronenpüreemasse, rührt ihr die beiden Frischkäsesorten glatt. Zuletzt die gut angeschlagene Sahne unter die Creme heben.





Diese Masse wird nun auf die beiden gekühlten Kekskrümmelböden gegeben und wieder in den Kühlschrank verlagert.






Nun geht es daran fein gehackte Maroni zu karamellisieren und das geht so.

100 gr. Maronen hacken
150 gr..  weissen Rohrzucker schmelzen lassen, bis er eine feine goldgelbe Farbe hat, dann fügt ihr
1 großen Esslöffel Butter hin zu und lasst, in schmelzen. Zu guter letzt einen Schuß flüssige Schlagsahne.
Kurz aufkochen lassen
Die gehackten Maroni in den Karamell geben und unterheben.
Die Masse auf ein Backpapier streichen und erkalten lassen.










 Die Masse sollte noch geschmeidig sein, wenn man sie auf die Cheesecake expediert.
Was dann in etwa so aussieht.







Über Nacht gut abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen.
Anschneiden und genießen.




Alles Gute zum Geburtstag, Ingo. <3


Bon Appetit!

Donnerstag, 31. August 2017

Buttermilchdinkelchen aus dem Bäckerleinen

Mein Sohn hat neuerdings eine gewisse Leidenschaft für Dinkelgebackens entdeckt. Es sättige ihn mehr als andere Getreidesorten. Wie auch immer, ich hatte noch Sauerteig den es zu verarbeiten galt, ebenso wie Buttermilch, also musste ein Dinkelbrötchen her.

Ich hatte etwas unterschätzt das der Teig etwas weich daherkommen könnte, war er aber. Und irgendwie habe ich nicht geschaltet und die Dinkelchen ins Bäckerleinen gepackt, wo sie hingehören, sondern sie mutig auf das Backblech verfrachtet, wo sie dann etwas in die Breite liefen.
Geschmacklich hat das keinen Abbruch getan, denn die breiten Dinkelflädchen waren äusserst lecker.




Hier für braucht es :


500  gr.   Dinkelmehl Typ 630
150  gr.    Dinkelsauerteig, wer keinen hat nicht Weizensauer oder Madre( optional, als Geschmackskomponente)
150  gr.    handwarmes Wasser
150  gr.    handwarme Buttermilch
 1 Teel.    Akazienhonig
15    gr.    Brötchenmalz
15    gr.    Hefe, frisch
  7    gr.    Fleur de Sel
4 bis 5 gehäufte Esslöffel groben Dinkelschrot



Die Feuerstelle auf 250 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen.
Bäckerleinen parat legen, oder eine Handtuch was auch immer.....

Das Backmalz, die Hefe und den Honig im Wasser lösen und gute 5 Minuten in inniger Harmonie miteinander verbringen lassen. 
Jetzt die Buttermilch unterrühren. 
Hinzu kommen nun das Mehl und der Sauerteig, die Kenwood auf Stufe eins, für gute 5 Minuten ankneten lassen.
Nun folgt das Salz , das Maschinchen wird für weitere 3 Minuten auf Stufe 2 gestellt und solange geknetet bis sich der Teig vom Boden zu lösen beginnt. Immer im Auge behalten, Dinkel neigt dazu schnell beleidigt zu sein und die Feder hängen zu lassen, bzw. überknetet zu werden. 

Wir gönnen dem Teig eine Rast von einer guten Stunde, die Hefe sollte Wirkung zeigen und stechen nun Teiglinge von ca. 80 Gramm ab, die wir behände unter zu Hilfenahme des Dinkelschrotes zu Brötchen schleifen und diese dann für einen erholsamen Schlaf von ca. 45 Min gut abgedeckt mit dem Schluss nach unten in Bäckerleinen zu Ruhe betten. Leider habe ich das versäumt, deshalb sahen meine Dinkelchen zunächst mal soooo aus:

 

Niedlich; oder ?

Mit Bäckerleinen sollte das dann so aussehen.



Nicht vergessen, alles gut abdecken.


Hernach geschwind umgedreht auf das Backblech und mit einem guten Schwaden ( 250 ml Wasser) bei 220 Grad für gute 20 Minuten abgebacken.

Was soll ich sagen, sie waren wirklich, wirklich gut.....und relativ unkompliziert in der Zubereitung.




Meinen Leuten haben sie geschmeckt und damit war das Tagesziel erreicht.



Viel Spass beim Nachbacken....

Bon Appetit!

Montag, 28. August 2017

Kieler Fettsemmel - ein Kleinod aus dem hohen Norden

Weil ich im Augenblick fast ständig in Zeitnot bin, meine Mutter macht seit fast drei Monaten, nach einem schweren Beckenbruch eine Krankenhaus und Kurzzeitpflege Odyssee mit, die wenn sie mir jemand erzählte, für mich wie Sindbads Abenteuer klingen würden.
Ist aber kein Märchen, ist die grausliche Wirklichkeit von Ärzte - und Pflegenotstand in diesem Land.
Bei uns, hier im reichen Deutschland alt und gebrechlich zu werden, wird als Zumutung betrachtet. Insbesondere von den politischen Instanzen im Land, die sich ja private Pflege nicht nur sehr gut leisten können, sondern mit Sicherheit auch in Anspruch nehmen werden.

So ist es nun. Da meine Familie am Wochenende schon mal gerne ein Brötchen möchte, fiel mir eines ein das ich zu Anfang meiner Backarie ganz gerne aus dem Ofen zog. Zum einem weil doch sehr anspruchslos in der Zubereitung, zum Anderen ausgesprochen schmackhaft.
Für den veganen als auch den carnivoren Gaumen gleichermaßen geeignet.

Die Kieler Fettsemmel, ein Kleinod aus dem hohen Norden.





Dazu benötigst du zunächst mal Mehl, Hefe, Wasser, Salz und Fett :D

Genauer gesagt, brauchst du :

500 gr.         Weizenmehl Typ 550
  10 gr.          frische Hefe
    1 Essl.      Honig ( gerne vom Deich!)
250 gr.          Vollmilch, zimmerwarm
  60 gr.          Butter, geschmolzen
    1               Ei ( L )
    5 gr.          feines Meersalz ( die Brötchen sind in Kiel beheimatet, da gehört das so!)

1 Essl.          Fett, ganz Butter sein oder Schweineschmalz ( tradionell ist das so!) oder ein veganes Fett
grobes Meersalz 


Ihr heizt eure Feuerstelle auf 250 Grad auf und haltet für den Schwaden einige Eiswürfel parat.

Die Hefe wird in der zimmerwarmen Milch gelöst und mit etwas Honig gefüttert.
Wir lassen sie gute 10 Minuten mit dem Honig eine innige Beziehung eingehen,

Nun geben wir das gesiebte Mehl hinzu und lassen die Kenwood ( oder was immer euch Sklavendienste leiste, Ehemänner, Freunde, Freundinnen, Ehefrauen) tanzen.....geknetet wird solange bis das Gluten gut ausgeknetet ist. Nach einer Minuten purzelt ihr das Ei, wenn irgendmöglich unbekleidet ( also das Ei! Nicht ihr!) in die Rührschüssel. Kann schon mal , auf Stufe 2, bis zu 10 Minuten dauern.
Nun fügt ihr die sehr weiche Butter und das Salz hinzu.
Gut unterkneten, bis sich die Choose vom Boden der Rührschüssel zu lösen beginnt. Zudecken das Ganze!

Nun möchte der Teig ein wenig schlafen.....und sich dabei aufblähen, so auf die doppelte Menge. Kann bei bei warmen Temperaturen schnell gehen. Normal ist so eine gute Stunde.

Nun folgt was Spass macht, wenn man die kindliche Freude am herumsauen, nicht verloren hat.
Das rundschleifen.
Ihr stecht Teiglinge von ca. 80 Gramm ab, die lassen sich erfahrungsgemaß auch für den Anfanger gut händeln.
Jetzt wird es schmadderig. Ihr schmiert großzügig....also so handtellergroß das Fett auf die Arbeitsfläche, so als wolltet ihr ein Brot schmieren. Darau streut ihr grobes Meersalz, halt...nicht soviel, ihr wollt die ja nachher noch essen!
Den Teigling in die Hand und rollen.....rundschleifen nennt der Bäcker das und es geht so:




Ihr schleift die Teiglinge über die Fettschmiere und legt sie dann mit dem Schluss, also dem gefetteten Ende nach oben, auf ein Backbleck.

Wenn ihr damit herum seit, lasst ihr die kleiner Kieler gut abgedeckt noch weitere 30 Minuten entspannen, war ja Anstrengend für die Kleinen.

Eiswürfel parat halten und nach den 45 Minuten, hinein mit den kleinen Freunden,  ins heiße Vergnügen.
Wir schmeißen die Eiswürfel in unseren Ofen, also in die mit aufgeheizte Schale und gehen mit der Temperatur auf 200 Grad herunter.
Nach etwa 10 Minuten entlasst ihr den Schwaden in aller Freundschaft und backt für weitere 5 bis 6 Minuten die Fettsemmel zu Ende.

Viel Vergnüngen beim Nachbacken

Bon Appetit!

Samstag, 26. August 2017

Pan di Ramerino

Wir, der "Beste" und ich, lieben ja Rosinenbrot, Brötchen und so Leckerchen.....des Morgens gegen 12 Uhr Mittags ( ja, wir haben erwachsene Kinder!) ist das das Schönste.
So mit grandiosem Marmelädchen, englisch korrekt aus Orangen oder Zitranzen ist ein Beginn in ein entspanntes Wochenende.
Ich bin ja nun sehr, sehr schrullig. Ich liebe Italien und die Insel, sie sich ums verrecken von uns trennen musste. sehr, sehr, sehr....für mich beisst sich das überhaupt nicht. Zumal meine Lieblingsschreiberlinge, Keats und Bryon, die gute Mary Shelley durchaus italienisch infiziert waren.

Beiden zueinandergebracht heißt für mich

Pane di Ramerino

ein kleines Stückchen Glück mit Sultaninen ( bei mir Rosinen, getränkt in gutem Grappa) und zwei Zweigen Rosmarin. Geschmacklich ist das ein wirkliches Erlebnis, süss und Rosmarin gibt Geschmacksexplosion im Maule.



Für dieses Mundgefühl brauchst du:


300 gr.             Weizenmehl Typ 550
180 gr.             Wasser, handwarm
  1 Essl.            Waldhonig
  20 gr.             frische Hefe
1 Zweig           Rosmarin, nur die Nadeln feingehackt
100 gr              Rosinen in Grappa parfümiert
 60 ml              bestes Olivenöl

Glasur
55  gr.            weißer Rohrzucker
  2 Essl.          Wasser


Backofen auf 250 Grad  Ober und Unterhitze aufheizen.

Honig und Hefe im handwarmen Wasser lösen und 15 Minuten anspringen lassen.
Dann das Mehl hineinsieben und 10 Minuten kneten. Eine Schüssel einölen und den Teig dort abgedeckt eine Stunde zu doppelter Größe aufgehen lassen.
Rosmarin fein hacken, zu den parfümierten Rosinen geben und mit dem Olivenöl vermengen.

Wenn der Teig deutlich an Volumen zugenommen hat, die Rosinen - Rosmarin Mischung unterkneten. Teigstücke von ca. 80 Gramm abstechen, rundschleifen und auf einem abgedeckten Backblech für 30 Minuten  zur Gare stellen.
Hernach mit einem scharfen Messer gitterförmig einschneiden, weitere 15 Minuten gehen lassen.



In den Backofen schieben, dabei ordentlich schwaden und für 20 Minuten bei nun 200 Grad Ober- und Unterhitze backen. Nach 10 Minuten den Schwaden ablassen.

Aus Wasser und Zucker einen Sirup kochen und die Brötchen noch heiß mit dem Sirup einstreichen.



Noch warm geniessen, allein der Duft ist atemberaubend.



Bon Appetit!

Mittwoch, 23. August 2017

Inside my cheesecake factory - Orangencheesecake mit Grand Marnier - Schmand und Schnaps, der Schlüssel zum Glück.

Meine Ma, ist seid einigen Tagen in der Kurzzeitpflege und eine gute Fee beaufsichtigt den Heilungsprozess. Meine Nicole, allerallerbeste Wundschwester ever musste belohnt werden....mit, wie könnte es anders sein, einem Cheesecake.

Hier musste etwas her was zu dem Mädel passt, etwas Tropisches, das den Eindruck von Leichtigkeit vermittelt, dabei aber ganz viel Innenleben aufweist. Kurz etwas, was so ist wie Nicole, die Weltbummlerin herself.



Wir heizen den Backofen auf 180 Grad vor.
Bekleiden den Boden einer Springform mit einem Backpapier.


Wir beginnen mit dem Boden:

    1 Ei ( L)
80 gr. weisser Rohrzucker
1 Teel. Vanilleextrakt
einige Späne von der Tonkabohne, nicht zuviel damit der Geschmack nicht alles beherrscht.
Tonkabohne immer mit Bedacht und Vorsicht verwenden.
200 gr. Weizenmehl Typ 550
7 gr. Weinsteinbackpulver

Ei mit dem Zucker, Vanillextrakt und Tonkaabrieb aufschlagen. Die weiche Butter hinzufügen. 
Mehl und Backpulver mischen und in die Ei-Zucker-Buttermischung sieben. Alles gut verkneten. 
Nun den Teig auf den Boden einer Springform verstreichen.

350 ml  Vollmilch
150 gr. weisser Rohrzucker
1 Päckchen Sahnepuddingpulver
2 Essl. Gustin ( Speisestärke)
1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
Orangenabrieb
800 gr. Schmand
4 Dosen Mandarin Orangen, Saft von zwei Dosen auffangen.


Aus dem Puddingpulver, der Speisestärke, dem Zucker und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote einen Pudding kochen. Den Schmand in den noch heißen Pudding rühren und den Orangenabrieb hinzufügen. Die Masse auf den Teig in der Springform streichen und mit dem Mandarinorangen belegen.
Bei 180 Grad Ober - und Unterhitze 70 bis 80 Minuten abbacken.
Nicht sofort aus dem Ofen zerren, etwas 10 Minuten bei leicht geöffneter Backofentür heruntertemperieren.
Dann herausklauben und vollständig auskühlen lassen.

Für den Guss muss der Kuchen ausgekühlt sein:

Saft von einer Orange
6 cl  Grand Marnier
Saft von 2 Dosen Mandarinorangen.
2 Päckchen weißen Tortenguss.
4 Essl. weisser Rohrzucker

Tortenguss nach Vorschrift bereiten. Orangensaft, Mandarinensaft, Grand Manier, und Zucker, sowie Tortengusspulver aufkochen lassen und noch heiß auf dem Kuchen verteilen.
Hernach gut kühlen.

Gekühlt ist das ein Genuss, hab ich mir sagen lassen - so mit Suchtfaktor.






Bon Appetit! 

Inside my cheesecake factory: Peanutbutter- Chocolate Cheesecake with Tonka Liquor and Love - Erdnussbutterschokoladenkäsekuchen mit Tonka Liquor und Liebe frei interpretiert nach Nigella Lawson

Mein Tochterkind liebt Schokolade, sowie 90 % aller 19 jährigen Tochterkinder. Und sie liebt Erdnussbutter. Besonders liebt sie das Zusammenspiel beider Komponeten. Wie sie dabei sooo schlank bleiben kann, ist mir schlicht ein Rätsel. Zauberin...

Die wunderbare Nigella hat zu diesem Zweck ein Törtchen erdacht, das der Schokocheesecakeholic nicht backen muss. Sehr praktisch für Frauen die keine Affinität zum Backofen aufbauen können.

Schokolade und Erdnussbutter schmelzen kann jeder Vollposten und jede Wattekarton.

Dieses Törtchen ist eine Sünde, eine ganz, ganz schwere Sünde. Ganz klar, das Ding ist Superlecker!




Du nimmst zwei 18 cm Springformen und belegst den Boden mit Backpapier

Um in den Schokoerdnusshimmel zu gelangen benötigst du folgende Zutaten:


Für den Keksboden

  14  Englische Krümelkekse
150 gr. Butter, geschmolzen

Die Kekse fein zerreiben und mit und mit der geschmolzenen Butter vermengen. In zwei Teilen in die Springformen drücken. Ohne Rand. In den Kühlschrank damit.





Die Schokoholicmasse braucht
670 gr. Frischkäse
180 gr. Puderzucker

200 gr. dunkle Blockschokolade
 75 gr.  Vollmilchschokolade

   2cl  Tonkabohnenlikör ( Galliano geht auch oder auch Kahlua wer mag)


Beide Schokoladen  mit dem Likör schmelzen....schmelzen, mit verbrennen!
Frischkäse mit Puderzucker glatt rühren und die geschmolzende Schokolade hinzufügen und zügig unterheben.

Die Masse teilen und auf die beiden Springformen verteilen. Beide Formen wieder zurück in den Kühlschrank.




Die Erdnussbutter

520 gr. Erdnussbutter, angeschmolzen
120 gr. Puderzucker

Puderzucker mit der Erdnussbutter glatt rühren. Die Masse auf die Beiden Springformen verteilen und wieder für einige Stunden in den Kühlschrank stellen.



Aus der Form schälen und geniessen. Darin enthalten sind die kleinen Geister, die nächtens eure Klamotten enger näher.



Bon Appeitit!


Freitag, 18. August 2017

Inside my cheesecake factory - Ninas Blackberry Cheesecake with Triple Sec

Da meine Käsekuchen nicht nur bei meiner Familie und Freunden gut ankommen, sondern auch bei den Mitschülern und Freunden meiner Tochter den Wunsch nach mehr auslösen, widme ich diesen Cheesecake der kleinen, süssen Nina...... ;)

Dieser Käsekuchen zeichnet sich dadurch aus, das er schnell von der Hand geht.



Der Krümelteig ist Boden und Garnitur gleichermaßen.
Eine runde Springform mit Backpapier bestücken und den Rand buttern. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Wir beginnen mit dem Streuselteig:

200 gr. Weizenmehl Typ 550
110 gr.  Weißer Rohrzucker
 1 Teel. Vanilleextrakt
150 gr.  Süssrahmbutter, kalt

Alle Zutaten schnell zu einem Streuselteig verkneten. Vorsichtig, Teenager essen diesen Teig pur. Ich habe so ein Exemplar at home.

Zwei Drittel der Streusel dient als Boden, wird also fest auf den Boden der Springform gefingert.
KEINEN Rand hochziehen.


Diesen, nun glatten Boden bestreichen wir mit einer englischen Brombeermarmelade. Es gibt nichts Besseres!

Blackberry Marmelade by Mrs. Bridges
400 gr. frische Brombeeren

auf dem mit Marmelade bestrichenen Streuselboden verteilen.







Das übrige Drittel an Streusel parken wir im Kühli.

Nun wenden wir uns der Füllung  zu, dazu benötigt ihr:

150 gr. Süssrahmbutter
120 gr. weißen Rohrzucker
    2      Eier
    2 cl  Triple Sec oder jeden beliebigen Orangenlikör
500 gr. Schichtkäse
1 Pä.    Vanillepuddingpulver


Butter und Zucker in der Küchenmaschine hell aufschlagen. In Abständen die Eier und den Orangenlikör hinzufügen. Insgesamt mind. 5 Minuten bei guter Geschwindigkeit aufschlagen.
Nun Schichtkäse und Puddingpulver unter die Butter - Eimasse heben und auf den Brombeeren verteilen.
Die restliche Streuselmasse aus dem Kühli holen und rings in der Springform verteilen.



Den Kuchen in den Ofen schieben und 45 Minuten bei 180 Grad Ober - und Unterhitze abbacken.

Danach den Ofen ausschalten, den Cheesecake noch ein Stündchen bei leicht geöffneter Backofentür im Selbigen verweilen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben und geniessen.



Bon Appetit!





Mittwoch, 16. August 2017

Inside my cheesecake factory - Apricot Brandy Cheesecake with Buttercrumble

Ich liebe Marillen oder Aprikosen, der beste Ehemann von Allen liebt sie ebenfalls, ist aber allergisch auf Steinobst.
Also musste nachdem ich mit vier Kilo Marille daheim aufschlug etwas geschehen - mit dem Marillen, nicht mit dem Besten.

Und weil er seine Kollegen auch mal wieder mit Gebackenen beglückten wollte, entschieden wir gemeinsam das ICH auf den Marillchen, einen Käsekuchen backen werden.
Nicht nur einen von der Sorte "Schwere Herzkranzgefäßverengung", sondern von der "Erdmöbelaspirant" , mit viel Butter und Alkohol. ( Aprikosen vertragen Unmengen an Butter und Schnaps!)

Es gibt also Apricot Brandy Cheesecake mit Buttercrumble



Du benötigst für den Keksboden:

350 gr.    Weizenmehl Typ 550
100 gr.    Rohrzucker, hell
170 gr.    Süssrahmbutter, schön kalt
1/4 Teel. Weinsteinbackpulver
   2          Eier (M)
1 Prise Meersalz

Die Zutaten verknetet ihr eilig zu einem glatten, geschmeidigen Teig, den ihr zu einem flachen Blog knetet und in Frischhaltefolie, für mind. eine halbe Stunde gut kühlt.
In der Zwischenzeit heizt ihr den Ofen auf 180 Grad Ober - und Unterhitze und bereitet das Backblech vor. Ein möglichst hohes Backblech, oder so wie ich das zu tun pflege, ein Lochblech mit Backpapier bestücken und einen gefetteten Backrahmen auflegen.

Nun den Teig hurtig ausrollern und mit einer Stipprolle oder der Gabel , Löcher in den Pelz reißen....



Der große Keks wird nun für 10 Minuten vorgebacken.

Aprikosen/Marillenmarmelade

Ihr stellt euch derweil ein Glas beste Ösimarillenmarmelade parat.
Mein Tochterkind war in Wien und hat mich mit einem Marillenmarmelädchen vom Demel höchst erfreut.
Eben dieses streicht ihr in ein bis drei Esslöffeln über den noch heissen Boden.



Nun folgt die Quarkmasse ( der Ofen bleibt an!)

Dazu braucht ihr :

140 gr.     Süssrahmbutter, sehr weich
170 gr.     Rohrzucken, weiß
    4          Eier (M)
500 gr.     Sahneschichtkäse 50 %
500 gr.     Schichtkäse          10 %
    1 Pä.    Sahnepuddingpulver
    1          Vanilleschote, das ausgekratzte Vanillemark
    2 cl      Apricot Brandy ( das darf dann schon mal ein Guter sein!)
    1          Zitrone, Saft und Abrieb.

Süssrahmbutter, Vanillemark und Zucker werden schön weiß aufgeschlagen. Nun folgen nach und nach, die 4 Eier. Wenn irgend möglich, ohne Schale.
Schichtkäse und Puddingpulver unterrühren, zu guter Letzt folgen Zitronenabrieb und Saft und Schnaps.

Schichtkäse schaut übrigens so aus:



Die Quarkmischung geschwinde auf dem Keksboden verteilen und wiederum für 30 Minuten in den heiße Ofen schieben.




900 gr. bis 1 Kilo Marillen/Aprikosen

All die Weil werden die Marillchen, gewaschen und entsteint, sowie die Krümel zubereitet und das geht so:

120 gr.       Mehl Typ 550
  80 gr.       Süssrahmbutter
  60 gr.       Rohrzucker, weiß


Mit geschwinden Händen zu Krümeln verarbeiten und kaltstellen.

Nun wieder zu unserem Cheesecake. Den holen wir aus dem Ofen und bestücken ihn mit den Marillchen und den gekühlten Krümeln.



Dieses backen wir nun für weitere 25 Minuten bei 180 Grad.
Wir erhitzen 3 Essl. Marillenmarmelade mit einem guten Schuss Apricot Brandy und bepinseln den noch heißen Cheesecake mit der fröhlichen Mischung. Apricotieren nennt man das wohl.


Ein berauschender Duft erfüllt die Küche.





Nachbacken lohnt sich.


Bon Apetit.















Montag, 14. August 2017

Schiacciatine - ein kleines Stück Florenz im Mund und am Gaumen.

Hallo, ihr Lieben.... welch ein Genuss dieser Sommer ...im Regen weggespült .
So sah das hierzulande an den Gestaden den Oker aus. Wäre es Winter gewesen hätten wir wunderbar Schlittschuh laufen können. Also ihr so.....nicht ich! :D



Okermühle Hedwigsburg.


Ungetrübtes Ferienglück?
Back ihr mir.

Schicciatiata ist die toskanische Variante der allseits beliebten Focaccia. Nur eben viel besser, viel eleganter, viel toskanischer?
Schöner als die großen Teigflatschen, sind die kleinen und feinen Schiacciatine. Handtellergroße Fladen belegt mit allem was meinen sonnenhungrigen Magen von ihnen heraus jubilieren lässt.
Tomaten, rote Zwiebelchen, Zucciniblüten, was immer das Herz und der Magen begehrt und der Teigling obenauf absorbiert.
Italienische Küche ist einfach die Besten. Im besten Sinne einfach und gut. Ohne Schnickschnack, ehrlich und wunderbar.

Schiacciatine





Der Teig ist der, der üblicherweise für die Schiacciata zubereitet wird und geht so:

250 gr.  frische Milch, handwarm
  20 gr.  Frischhefe
500 gr.  Mehl Tipo 00
  10 gr.  Meersalz
  90 ml  Olivenöl, kaltgepresst
  40 gr.  Schweinschmalz, Butter oder eine beliebige vegane Fettvariante, in Zimmertemperatur

Belag mit roten Zwiebeln

2 rote Zwiebelchen, fein gehobelt, wenn möglich hauchdünn
15 gr. Butter
2 Essl. natives Olivenöl
Thymian frisch vom Zweig gerebelt.

Belag mit Tomaten

Roma Tomaten in sehr, sehr dünne Scheibchen hobeln.
Meersalzflocken
Basilikumblättchen.



Die Hefe in der handwarmen Milch auflösen, und einige Minuten vor sich hinmurkeln lassen.
Derweil mischt ihr Mehl mit Salz und siebt das hernach in die Hefemilch.
60 ml Olivenöl und das Schmalz oder jedwede genehme Fettvariante hineinwerfen und mit dem Küchenmaschinchen 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen.

Nun solltet ihr eine hübsche Teigkugel haben, die ihr in einer gefetteten Schüssel solange schlafen lasst bis die kleinen Hefegeister sie mehr als verdoppelt haben.
Bei dem Wetter kann das schon mal etwas mehr als eine Stunde dauern.
Nach den Schönheitsschlaf kann das Teigbällchen dann so ausschauen:




Schon mal den Backofen anfeuern, er sollte gute 220 Grad haben. 

Während der Ruhephase kann man wunderbar die Beläge vorbereiten, 
Rote Zwiebeln hobeln mit den Thymianblättchen und einer Prise Meersalz leicht anschwitzen und beiseite stellen.

Tomaten in dünne Scheibchen hobeln und ebenfalls beiseite stellen.



Den Teig aufwecken und auf eine leicht bemehlte Arbeitsplatte hüpfen lassen, leicht flachdrücken.



Nun Teigbällchen von ca. 45 gr. abstechen , rund schleifen und kurz rasten lassen.



Ein Backblech mit einem Backpapier parat stellen, die Teiglinge mit den Händchen zu runden, flachen, kleinen Scheiben ziehen, 
Selbige nun auf dem Backblech plazieren und nochmal für gute 15 bis 20 Minuten rasten lassen.
Dann wieder mit den Fingerchen in die gewünschte Form drücken - rund sollen sie sein. 



Die Teiglinge nun dünn mit bestem Olivenöl bepinseln und die gewünschten Beläge aufschaufeln.
Wie man es mag.



In den Backofen mit den kleinen Lieblingen, vorher einen Eiswürfel auf ein Backblech am Boden des Backofens um einen Schwaden zu den kleinen Schiacciatine zu bringen, damit sie hübsch braun und knusprig werden. 15 Minuten backen, dabei ein Auge darauf haben, das sie nicht zuuuuu braun werden. Gegebenenfalls die Temperatur herunterregeln.

Noch warm zu einem Glas Brunello geniessen.


Bon Appetit!